Experimentelles Sound- und Performancefestival

Für Schlafende Hunde öffnen sich am 23. November 2019 drei Orte des KunstKulturQuartiers Nürnberg für einen Abend zu einer gemeinsamen Spieläche. Über die Ausstellungsräume des Kunsthauses, den Kinosaal im Filmhaus und die alles verbindenden Flächen des Glasbaus im Künstlerhaus erstreckt sich ein Geflecht aus Performances, Soundinstallationen, Bargesprächen und Interventionen, in denen Besucher*innen dazu eingeladen sind sich zwischen Beschleunigung und Entschleunigung ihrer Zeit frei zu bedienen.


Foto: Bernd Telle

Schlafende Hunde

Umringt von Schnelllebigkeit, Zukunftsszenarien und tiefschürfender Erforschung unserer Entstehungsgeschichten, finden wir uns in einer lebendig brodelnden Masse wieder, in deren komplexen Verzweigungen ständig Dinge ohne uns passieren und andere gerade durch unser Beisein an Bedeutung gewinnen. Etwas zu verpassen ist die Angst unserer Zeit. Nicht genug Zeit zu haben ebenso. Unsere schlafenden Hunde in all ihrem Potential.
Schlafende Hunde möchte Begegnungen mit und zwischen verschiedenen Kunstformen ermöglichen und darin gerade die Eigenschaft von sound- und performancebasierter Kunst nutzen, die zeitliche Dimension dieser Begegnungen in Bewegung zu bringen.

Räume

KUNSTHAUS


Foto: Bernd Telle

Die vier Räume des Kunsthauses werden über die Kombination mehrerer künstlerischer Positionen als Kammern definiert. Kammern mit der zeitlichen Behauptung eines Archivs, mit dem Spiel von Bühnen und nicht Bühnen und mit dem einsortieren von kollektiven Ideen. Es brodelt an der Grenze des Wahrnehmbaren. Durch die Gänge streunern, gesehen, berührt und wieder losgelassen werden. Etwas ist nicht eines, sondern hat viele Gesichter, die nicht zu einer Einheit gebunden werden können und dieses auch nicht wollen. Stattdessen: Andere(s) treffen.


GLASBAU

Es gibt keinen Zeitplan. Performances beginnen, Zuschauer*innen treten ein und gelangen in ein fließendes System, das verschiedene Zeitzonen anbietet. Statt bedient zu werden, sind sie eingeladen, sich als suchende Akteur*innen treiben zu lassen und als eigene Regisseur*in das Erlebnis als ein subjektives anzunehmen. Die Veranstaltungen in den drei Spielstätten werden sich überlagern, voneinander abgrenzen, ineinander übergehen und sich gegenseitig übertönen.




FILMHAUSKINO


Unsere Hunde sind müde. Unendlichkeit entschleunigen. Loops bedeuten Stillstand und geben gleichzeitig Platz für Neues. Der Mantel des schwarzen Raumes wird zur Zeitkapsel des kompletten Tages.

Mit gelben Zähnen, schlaffen Bäuchen und aufgeweckten Ohren.



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